Solidarität Rimpar e.V.
Soli Rimpar

08.10.2016

Radtouristik: Main-Tauber-Jagst-Radtour

Radtour vom Main zur Tauber, an die Jagst und über den Odenwald zurück

 

Strecke: Estenfeld/Güntersleben/Randersacker/Helmstadt zum Treffpunkt in Reichenberg - Uengershausen - Geroldshausen - Moos -  Kirchheim - Ober-/Unterwittighausen - Bütthard - Oesfeld - Harthausen - B19 bis Bad Mergentheim (gepl. war Ober-/Unterbalbach - Edelfingen - Bad Mergentheim) - Lustbronn - Asamstadt - Krautheim/Jagst (Mittagessen) - Schöntal - Jagsthausen (100km) - Möckmühl/Jagst (Kaffeepause) - Roigheim - Unterschefflenz - Mittelschefflenz (128km Übernachtung) - Oberschefflenz - Seckach - Bödigheim - Buchen - Walldürn (Mittagessen) - Glashofen - Reinhardsachsen - Kaltenbrunn - Pfohlbach - Richelbach - Neunkirchen - Nassig - Wertheim (Kaffeepause) - Eichel - Urphar - Bettingen - Dertingen - Wüstenzell - Holzkirchen - Uettingen - Roßbrunn - Mädelhofen - Waldbüttelbrunn  - Würzburg/Zellerau - Lengfeld - Estenfeld

Gefahrene Kilometer: 244km

 

Samstag , 08. Oktober 2016 - Erster Tour-Tag

Treffpunkt dieser Zweitages-Rucksacktour auf Rennrädern war die Ortsmitte von Reichenberg. Vier Radsportler, davon Frank und  Edi von der „Soli Rimpar", nahmen die Main-Tauber-Jagst-Radtour pünktlich um Punkt 10 Uhr unter ihre Räder. Es war bewölkt, aber trocken. Das Thermometer zeigte früh nur 8 Grad Celsius an, weshalb wir schon warme Winterkleidung benötigten. Vom "Goldenen Oktober" war keine Spur. Die ersten Kilometer auf welligem Gelände wurden in lockerem Tritt mühelos bewältigt. Vor Bad Mergentheim setzte leichter Nieselregen ein und es wurde etwas neblig. Dank eines ortsansässigen Mountainbikers fanden wir schnell die Straße nach Lustbronn und Asamstadt. Es begann ein vier Kilometer langer Anstieg im Regen.

Unglücklicherweise bekam Edi auch noch einen Plattfuß. Mit vereinten, solidarischen Kräften war die Reifenpanne in kurzer Zeit behoben. Wegen des Regens fuhren wir mit Regenkleidung in versetzter Fahrweise zum Vordermann bergab auf Asamstadt zu. Es fröstelte uns und wir überlegten, ob wir nicht das Mittagessen vorziehen sollten. So beschlossen wir, spätestens in Krautheim einen Mittagsstopp einzulegen. Wir wurden in Altkrautheim fündig und die Wirtin verwöhnte uns richtig. Während wir u.a. einen riesigen Pott Maultaschensuppe aßen, trocknete sie unsere durchnässte Kleidung. Mit einem "Blutwurz vom Haus" verließen wir aufgewärmt und mit trockener Kleidung die Wirtsstube. Auf dem Radweg entlang der Jagst im schönen Wiesengrund fuhren wir jetzt ohne Regen nach Schöntal und auf der Kreisstraße nach Jagsthausen. Hier nahm Edi die Zimmerreservierung in Mittelschefflenz im Gasthaus "Zur Linde" über das Smartphone vor. Trotz einer geschlossenen Gesellschaft waren noch zwei Doppelzimmer frei.

Mit einem 30-er Schnitt fuhren wir spielend leicht durch das Jagsttal bis Möckmühl. Dort legten wir eine Kaffeepause in einer italienischen Eisdiele ein. Gestärkt verließen wir wieder das Jagsttal und bewältigten das hügelige Gelände mit Bravour bis zu unserem Quartier in Mittelschefflenz. Da das Gästehaus komplett umgebaut wurde, wirkten die Zimmer etwas beengt. Das Abendessen nahmen wir im neu mit Sichtmauerwerk eingerichteten Kellerwirtsraum ein. Mit einem Gaumenschmaus im Magen und zwei Gläsern Weizenbier obendrauf ließen wir den vom Wetter nicht begünstigten Tag genüsslich ausklingen.

 

09. Oktober 2016 - Zweiter Tour-Tag

Am nächsten Morgen kündigte sich besseres Wetter an. Es sollte vor allen Dingen trocken bleiben. Und so kam es auch. Nach dem Frühstück stiegen wir frohen Mutes auf unsere Räder und befuhren auf Nebenstraßen die waldreiche, mit schönen Ausblicken gespickte Gegend bis Walldürn, wo wir das Mittagessen in einem vornehmen Landgasthof einnahmen. Diese Region erinnerte mich an die landschaftlich ähnlich aussehende Rhön. Nach dem Mittagessen  verließen wir das festlich geschmückte Walldürn auf Nebenstraßen. Wieder  ging es rauf und runter bis Neunkirchen. Hier suchten wir kurzfristig wegen des einsetzenden Regens, der sogar in Hagel überging, am Ortseingang Unterschlupf in einer offenen Scheune. Auf einer Hochebene angekommen, bereitete uns die Strecke über Nassig bis Wertheim keinerlei Schwierigkeiten.

Im Gegenteil - mit Genuss fuhren wir in hohem Tempo sicher auf der Hauptverkehrsstraße die langgezogene Abfahrt nach Wertheim hinunter. Die Kaffeepause  in einem Café im Zentrum von Wertheim tat uns sichtlich gut. Ab hier kannten wir uns wieder gut aus und sausten auf dem Maintalradweg mit einem 25-er Schnitt über Eichel, Urphar bis Bettingen. Danach trennten wir uns von Hans-Peter in Dertingen und setzten als Dreigespann über Wüstenzell, Holzkirchen am Aalbach entlang nach Üttingen die Fahrt fort. Frank und Bruno hatten Angst vor einem Hundebiss, als plötzlich ein bellender Hund auftauchte.

Auf dem gut ausgebauten Radweg weiterhin am Aalbach entlang, erreichten wir nach kurzer Zeit ohne Regen Waldbüttelbrunn, wo ich aufgewachsen bin. Am Kloster Oberzell verabschiedete sich Frank und wenig später an der Kreuzung Frankfurter Straße/Schlossberg auch noch Bruno. So fuhr jeder für sich die letzten Kilometer nach Hause. Auf dem Radweg Lengfeld - Estenfeld wurde es durch den früh einsetzenden Sonnenuntergang schon dunkel. Es war aber kein Problem. Jetzt freute ich mich auf ein heißes Bad, das meine ausgekühlte Muskulatur auch dringend benötigte.

 

Fazit: Es war meine kälteste Radtour aller Zeiten bei durchschnittlich +8 bis 10 Grad Celsius (mit Windchill-Faktor noch einige Grade kälter). Diese Tour wurde immer wieder aus terminlichen Gründen verschoben und zu spät angesetzt. Eine Rucksacktour auf Rennrädern ist jederzeit wieder machbar, aber nur bei wärmeren Temperaturen sinnvoll.

 

Edi Holzheimer

 

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