Solidarität Rimpar e.V.
Soli Rimpar

06.05.2013

Charly Münzel

ALLGEMEIN: Villamarina_2013_(1).JPGALLGEMEIN: Villamarina_2013_(2).JPGALLGEMEIN: Villamarina_2013_(3).JPGALLGEMEIN: Villamarina_2013_(4).JPG

Charly Münzel erstmals live beim Giro d´Italia dabei

Mit dem Rennrad in der Emilia Romagna vom 06. bis 17.05.2013 unterwegs

Vom 25.05. bis 01.06.1991 führte die Radtouristikfahrt der „Solidarität Rimpar" nach Cesenatico in der Emilia Romagna mit 25 aktiven Radsportlern, der bisher größten Gruppe bei einem Jahres-ausflug überhaupt.

Nach fast genau 22 Jahren war Charly Münzel der einzige Radsportler der „Soli", der in Villa Marina di Cesenatico mit dem Rennrad wieder in dieser landschaftlich herrlichen Gegend unterwegs war. Allerdings „verführten" ihn die ehemaligen Mitglieder der „Soli"

Toni und Margarete Hornung zu dieser Italienreise. Beide waren seither schon zig-male in Villamarina. Im Hotel „Giamaika" befand sich das Zentralquartier, das fast komplett in deutscher Hand war.

Das schöne Drei-Sterne-Hotel in ruhiger Lage - nur 150 m vom Meer entfernt - wird seit 1962 - also über 50 Jahre - von der Familie Ballestri betrieben. Seit einigen Jahren führen Massimo und sein Bruder Giancarlo dieses radsportfreundliche Hotel. Der gertenschlanke Massimo fährt sogar bei der einen oder anderen Radtour selbst mit. Sein Bruder Giancarlo ist Küchenchef und beherrscht die romagnolische Küche nach allen Regeln der Kunst.

Allein das gute, preiswerte Essen ist schon die Reise wert.

Der beheizte, hoteleigene Swimmingpool im Freien mit Liegestühlen und Sonnenschirmen bietet nach den anstrengenden Radausfahrten die willkommene Entspannung.

Den Samstag, 11. Mai hielten sich Charly und die Hornungs tourenfrei, weil sie das Highlight des Giro d´Italia, das Einzelzeitfahren live verfolgen wollten. Es war die 8. Etappe  des

96. Giro. Start der Radsportelite der nach der Tour de France zweit-bedeutendsten Rundfahrt der Welt war Gabicce Mare, das nur 45 km von Villamarina entfernt liegt. Die Einzelzeitfahrstrecke über 55 km führte hinauf nach Gabicce Monte und auf der „Panoramica" an der Meeresküste entlang über Pesaro und Trebbiantico nach Saltara. Auch der deutsche Radsport-Shootingstar John Degenkolb war am Start und wir konnten direkt vor dem Einzelzeitfahren einige Worte mit ihm wechseln. Toni und Margarete Hornung kennen den „Dege" persönlich, weil John mit seinem Freund Maxi Hornung in der Jugend- und Juniorenzeit gemeinsame Rennen fuhr. Es war ein großartiges Live-Erlebnis und ganz Gabicce Mare war im Giro-Fieber und fast überall in Rosarot eingehüllt.  Hier wird besonders Marco Pantani, der aus Cesenatico stammte und viel zu früh verstorben ist, immer noch sehr verehrt. Einige Tifosi trugen sogar sein Konterfei in Lebensgröße herum. Vergleiche ich die Fans der „Tour de France" mit denen des „Giro", so können die Tifosi auf jeden Fall in puncto Herzlichkeit und Enthusiasmus voll mithalten.

Am 14. Mai ließen es sich Charly und die Hornungs nicht nehmen, auf der „Panoramica" einen Teil der Einzelzeitfahrstrecke selbst unter die Räder zu nehmen. Die Strecke war noch originalausgeschildert  und es kam schon Gänsehautgefühl auf. Der Name „Panoramica" ist völlig verdient, weil die Strecke an der Küste entlang tolle Ausblicke auf das zum Greifen nahe Mittelmeer  bietet. In Pesaro kehrten sie kurz ein und fuhren wieder die gleiche Strecke zurück, so dass auch sie 55 km auf dem Tacho hatten.

Um nochmals auf Marco Pantani zurückzukommen: seine sterblichen Überreste liegen in einem Mausoleum im Cimitero von Cesenatico. Während einer Tagesetappe fuhren Charly und die Hornungs zum Friedhof und besuchten tief bewegt das mit teurem, weißem Marmor gebaute Mausoleum. Auf dem Sarkophag steht eine Marco Pantani- Büste, Bilder aus seinem Privat- und Radsportleben hängen an den Wänden und Blumen schmücken den Innenraum des Mausoleums. Marco Pantani, der 1998 die „Tour" und den „Giro" gewann, wurde nur 34 Jahre alt. Nach seinen großen Erfolgen litt er an Depressionen und starb in einem Hotelzimmer in Rimini an einer Überdosis Kokain.

Die weiteren Radtouren führten u. a. nach Santarcangelo di Romagna,   Forlimpopoli, Roncofreddo, Cesena, Borello und Ponte dell´Uso.

Besonders im Hinterland, am Rande der Apenninen, mussten immer wieder Anstiege bewältigt werden, die zwar nicht so lang, aber dafür sehr giftig waren. Leider ist der Straßenbelag nicht immer im besten Zustand und auf jeden Fall teilweise ausbesserungsbedürftig. Das milde, mediterrane Klima ist in dieser Jahreszeit ein großer Pluspunkt für Radsportbegeisterte und die Landschaft sehr reizvoll.

Am Ende der 12-tägigen Radsportreise konnte Charly fast 500 km mit fast 6.000 Höhenmetern verteilt auf  7 Etappen verbuchen. In dieser schönen Region hat er sich eine gute Form antrainiert und die Grundlage für eine erfolgreiche weitere Radsportsaison gelegt.

chm 

ALLGEMEIN: Villamarina_2013_(5).JPGALLGEMEIN: Villamarina_2013_(6).JPGALLGEMEIN: Villamarina_2013_(7).JPGALLGEMEIN: Villamarina_2013_(8).JPGALLGEMEIN: Villamarina_2013_(9).JPG

 

BERICHT | AKTUELL | HOME | VORSTAND | TERMINE | BERICHT | SPONSOREN | JUGEND | GESCHICHTE | Impressum | Login
powered by IRe.CMS - © 2004 - 2017